Über Scharlatane, Quacksalber und schlechte Meister
Gestern habe ich mich mit einem sehr guten Freund von, ein Experte auf dem Gebiet der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin – das sind die mit den Nadeln und den Kräutern, über ein interessantes Phänomen unterhalten: Unsere Lebenserwartung ist zwar so groß wie noch nie, trotzdem gibt es heute mehr Krankheiten als je zuvor.
Klar, stärkere Umweltverschmutzung, mehr Gifte/Hormone/Schadstoffe im Luft und Essen usw. ist ein Teil.
Die Pharmaindustrie, die Produkte machen soll, die uns Gesund machen, ein anderer. Ich meine, Hey, wenn die Jungs von der Pharma Ihren Job richtig machen würden gäbe es ja immer weniger Kranke und irgendwann mal würde sich die die Pharmaindustrie ja selbst überflüssig machen. Die Pharma ist aber neben der Chemie eine der stärksten Branchen, nur so nebenbei gesagt.
Gut, und der Dritte Faktor ist – der Arzt selber!
Ich will damit nicht die Leistungen und Errungenschaften der Medizin herunterspielen, oder die der Ärzte und sogar nicht die der Pharmaindustrie. Ganz im Gegenteil. Auch wenn ich über Sie schimpfe haben sie unglaubliches für uns Menschen getan und unzähliges Leben gerettet.
Was ich sehr wohl anprangern will sind die schwarzen Schafe in den Branchen.
Schon im ältesten chinesischem Buch über Traditionelle Chinesische Medizin – dem HuangDi NeiJing – dreht sich ein Drittel des gesamten Inhalts darum, die Ursachen vorangegangener Behandlungen auszubessern.
Und heute ist es nicht viel anders: es wird oft viel zu schnell mit zu starken Medikationen vorgegangen, Antibiotika wird schon bei recht einfachen Entzündungen standardmäßig eingesetzt usw.
Doch darum geht es nicht in meinem heutigen Artikel.
Ich möchte ein wenig über “schlechte Meistern” reden. Weniger darüber, dass Sie uns irgendeinen Blödsinn verkaufen oder schlechte Produkte liefern, sondern über einen anderen Sekundärschaden: Schlechte Glaubenssätze.
Wissen Sie, was “Memen” sind? Ganz vereinfacht ist es eine Idee, die sich weiterpflanzt, ähnlich den Genen, nur dass Sie eben von Mund zu Mund oder über Papier weitergegeben werden.
Ähnlich werden auch Glaubenssätze weitergegeben bzw. übernommen. Und zwar übernehmen wir diese “Natürlichen Authoritäten”. Also bsp. Lehrpersonal, Gruppenleitern, Chefs, Teamleadern, Ärzten, usw. (Ich gehe näher in meinem Hypnose Audiokurs darauf ein, wie Sie selbst zu einer solchen “Natürlichen Authorität” werden).
Jetzt gibt es jedoch einige selbsternannte Gurus und Experten, die jedoch keine (oder eine falsche) Ahnung von dem haben, was sie da predigen.
Ein Beispiel. Vor einigen Tagen bekam ich eine E-Mail zur Teilnahme an einer Hypnose-Ausbildung. Sie gebinnt folgendermaßen:
Hallo markusdan,
hast Du Deinem Unbewussten schon mal “Hallo” gesagt? Wenn Du herausfinden möchtest, wie Du in Kontakt mit Deinem höheren Selbst kommst ist jetzt die richtige Zeit dafür.
Hallo? Was jetzt… „Unbewussten“ oder „Höheres Selbst“? An diesem ersten Absatz war zu erkennen, das der Schreiber entweder keine Ahnung hat, wovon er redet und einfach irgendwelche Begriffe verwendet, die „gut Klingen“.
Im Kahuna, einem uralten schamanischem Heilungssystem, werden ganz klar die Unterschiede zwischen Unbewusstem und Höherem Selbst festgelegt. Das Unbewusste, oder auch „Niedere Selbst“ ist ein wichtiger Teil von uns, quasi der Zwillingsbruder des Mittleren Selbst, unserem Bewusstseins.
Das „Höhere Selbst“ ist ein eigenständiger Teil, der lediglich mit dem Niederen Selbst kommunizieren kann. Alle Teile haben bestimmte Aufgaben, Möglichkeiten und Begrenzungen, es sprengt jedoch den Rahmen dieses Blogs bei weitem, darauf näher einzugehen (Wer sich mehr für den Weg des Kahuna interessiert, der sollte mal hier nachschauen, Sie finden auch eine sehr gute Basisübung).
Einer meiner Glaubenssätze (bzw. meiner Grundregeln) lautet: „Nehmen Sie keinen Ratschlag an von jemanden, der nicht dort ist wo Sie sein wollen.“
Überprüfen Sie soweit möglich Ihre „Lehrer“, „Gurus“ und „Meister“.
Es ist absolut in Ordnung, solche zu haben – ich selber unterstütze den Schüler-Lehrer-Gedanken oder das Meister-Student-Prinzip voll und ganz.
Jedoch überlegen Sie sich vorher, an wen Sie sich binden und welche Ideen, Weltanschauungen, Ängste und Begrenzungen Sie übernehmen. Sie übernehmen von einem Meister nicht nur das „gewünschte Wissen“, sondern auch sehr viele seiner eigenen Glaubenssätze.
Schlimm genug, wenn Halbwissen verbreitet wird. Noch schlimmer, wenn unbewusste Ängste, Unsicherheiten und Begrenzungen transportiert werden.
Hinterfragen Sie und achten Sie darauf, welche Schwächen, Grenzen oder Unmöglichkeiten Ihnen „aufgedrückt“ werden.
Einen “Lehrer”, “Experten” oder “Guru” zu finden ist leicht.
Einen guten hingegen schon schwerer…
In diesem Sinne, halten Sie die Augen und Ohren offen und Ihren Verstand wachsam…
Ihr Markus Dan

...mit der Absicht, sie ins Bett zu bekommen.
Das Thema Frauen ein für alle Mal meistern. 

Vor vielen Jahren las ich von einem Experiment mit einem Schwarm Fische.
Etwa zwei-bis dreihundert kleine Fische pflegten einem Leitfisch zu folgen.
Das Experiment: man nahm willkürlich einen Fisch aus dem Schwarm und entfernte ihm den größten Teil des Gehirns. Das war nicht nett. Unter anderem, weil dieser hirnlose Fisch kein Konzept mehr hatte. Er pflegte völlig regellos im Zickzack zu schwimmen, war auch nicht mehr in der Lage, sich irgendwie in seinen Schwarm einzupassen.
Aber: es dauerte nicht lange und der gesamte Fischschwarm folgte dem hirnlosen………..
Warum fällt mir das gerade jetzt wieder ein???????
Der Kommentar von Hans Lang klingt wie ein Gleichnis und gefällt mir. Es stellt sich die Frage, warum ist das so und wie stellt sich das heute dar. Werden heute nicht tagtäglich hirnlose Fische geschaffen, die Massen anziehen sollen. Ich meine, da steckt aber doch die Intelligenz der Forscher dahinter, die durchaus ein Konzept haben, wenn es auch nicht so aussieht.
Warum fällt das Herrn Lang gerade jetzt wieder ein, gibt es vielleicht aktuelle Speigelungen, wer weiß.
Dietmar